LABBÉ Verlag
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Serien / Praxis: Klassenzimmer

2. Februar 2015 - Praxis: Klassenzimmer

Sticken ist klasse

Hallo zusammen,

ich hatte diese Woche einen besonders schönen Mittwochvormittag. Ich durfte mit den Schülerinnen und Schülern der 5b der Grundschule am Heidekrampgraben zusammen kreativ sein.

Von der Klassenlehrerin Natalie Conrady kam der Wunsch: “Mach was schönes!” Wie wäre es dann mit einer anderen Art der Mathematik?

Mit im Gepäck hatte ich daher Kurven sticken und die Fadengrafik: Thema Mathematik vereint mit der Technik des Stickens. Natürlich befanden sich in meiner Tasche noch Pricksets, Sticknadeln, Perlgarn, Zwirne, Bast und ein Beispiel zur Motivation.

Beide Produkte stimmen sich gut aufeinander ab. Bei Kurven Sticken können die Kids erst einmal die Technik lernen und das Entstehen der Muster nachvollziehen. Der Stickweg wird den Kinder durch aufgedruckte Zahlen vorgegeben, so dass die Muster auf jeden Fall gelingen. Die Fadengrafik verlangt den Kopf. Die vorgegebenen Musterbeispiele gilt es nachzuvollziehen und eigenständig umzusetzen. Wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

Die 17 Kinder der 5b waren voller Begeisterung als sie mein Muster der Fadengrafik sahen und konnten kaum glauben, dass sie ein solches selber hinbekommen werden. Nach Erklärungen zum Umgang mit dem Prickset ,um die Sticklöcher vorzubereiten, das Einfädeln des Garns ins Nadelöhr und die üblichen organisatorischen Absprachen, war kein Halten mehr. Kurven über Kurven wurden gestickt.

Besonders beeindruckt war ich von dem Umgang mit den Kurven und der umsetzungsfähigen 3D-Optik.

Wer sich sicher fühlte, durfte sich an den Fadengrafiken “austoben”. Quadratische und rechteckige, bunte und einfarbige, vorgeschlagene und selbstausgedachte Kunstwerke sind entstanden.

Nach gut drei Schulstunden voller Konzentration, kamen wir in einer Abschlussreflexion ins Gespräch. Alle Kinder, selbst diejenigen, die mit Nadel und Faden nicht wirklich Freund wurden, hatten Freude und würden diese Technik gerne wieder machen. Alle waren glücklich und stolz auf ihre Kunstwerke. Was will man mehr!!!

Vielen Dank an die Kinder der 5b. Ich hatte viel Spaß mit Euch!

Eure Marja

22. Januar 2015 - Praxis: Klassenzimmer

Spaltbilder - Eine Unterrichtsstunde

Hallo ihr lieben,

heute kann ich euch mal wieder direkt etwas aus dem Klassenzimmer zeigen. In der 4c haben wir uns eine Doppelstunde den Spaltbilder gewidmet.

Jedes Kind hat eine der 27 Vorlagen bekommen und dieses Bild erst einmal nach eigenem Belieben gestaltet. Ihr braucht den Kinder nur die Vorlage und ein blanko Bogen in einer Kontrastfarbe zu Verfügung zu stellen. Ich habe mich für schwarz-weiß entschieden.

Der weitere Arbeitsauftrag bestand darin ein zweites Bild selber zu entwerfen, welches zum ersten “passt”. Und wieder einmal war ich begeistert, was die Kinder sich so überlegten. Zu einem Gesicht wurde ein Kleid entworfen, zur Palme ein Kletterer, zur Feder ein Falke, zu Wellen verschiedene Fischen und auch zum Blatt ein Marienkäfer:

Zu guter letzt waren die Kinder aufgefordert einen kleinen Vortrag über ihr Kunstwerk auszuarbeiten. Sie präsentierten ihr Bild und ihre Überlegungen und reflektieren über Leichtigkeit und Hindernisse.

Eine tolle Stunde und tolles Material!

Marja

11. September 2014 - Praxis: Klassenzimmer

Herbstzeit ist Apfelzeit

Das neue Schuljahr hat begonnen. In der Maria-Montessori-Grundschule haben sich die neuen Erstklässler schon gut eingelebt. Die ersten Unterrichtsreihen sind geplant und auch schon in vollem Gange. Ich bin nun mit einigen Stunden in der M2, in der, wie auch in der M10, jahrgangsgemischter Unterricht 1/2/3 stattfindet. Derzeit läuft das Projekt: DER APFEL. Es wird ein Apfelgedicht gelernt, der Laut A wurde genaustens untersucht, der Apfel wurde auf seine Farbe und Bestandteile inspiziert und natürlich wurde künstlerisch der Apfel ins Visier genommen. Aus dem Sortiment Stickkarten Obst habe ich den Apfel ausgewählt.

Der Ablauf ist ziemlich logisch:

1. Ausmalen

2. Löcher zum Sticken vorpricken

3. Sticken

Der vierte Punkt wird folgen, wenn wir mit dem Sticken fertig sind: Stolz sein!

Den Abschluss macht dann 5.: Aufhängen

Diese beiden Punkte folgen nächste Woche. Ich freue mich jetzt schon drauf, zumal die Kinder jedes Mal wenn sie mich sehen, fragen: “Frau Harborth, wann sticken wir endlich weiter?”.

Mir geht das Herz auf!

Marja

16. Januar 2013 - Praxis: Klassenzimmer

Seid herzlichst gegrüßt ihr alle in 2013!

Wow, die Zeit rast. Ich hoffe, ihr habt die Feiertage ordentlich genießen können und hattet einen sicheren Start in das Jahr 2013.

Mittlerweile mahlen wieder die Mühlen und der Alltag schleicht sich ein. Bestimmt sitzen einige von euch schon mit rauchenden Köpfen über den Zeugnissen. Ich drücke euch die Daumen für die richtigen Entscheidungen.

Neben den Zeugnissen steht ja, wenn der Kalender es so will, bald schon der Karneval vor der Tür. Ich rufe diesbezüglich richtig laut JIPIE; allerdings mit dem Wissen, dass nicht jeder so denkt. Nun ja, denkt immer dran, Kinder finden Verkleiden spitze! Drum heute eine kleine Anregung für euch.

Was haltet ihr von Camille Saint-Saëns? Karneval der Tiere? Die musikalische Suite ist vielfältig und zählt nicht von ungefähr zu den Klassikern. Jedes Kind wird mindestens einem der vierzehn Sätze mit begeisterten Ohren lauschen.

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Zur Jahreszeit passend ist in diesem Fall nicht nur der Name. Der Labbé Verlag bietet auch Masken zum Selbergestalten an, so dass ihr die Möglichkeit hättet, ein kleines Theaterstück auf die Beine zu stellen. Was ihr brauchen könntet, findet ihr hier. Lasst eurer Kreativität und die der Kinder freien Lauf, und ich wette, ihr habt ganz bald eine tolle Unterrichtsreihe zusammen, die den Kindern und euch in Erinnerung bleiben wird.

Ganz viel Spaß,
Marja

28. November 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Labbé ‘Down Under’

Heute darf ich euch einen ganz besonderen Menschen vorstellen: Gretta Louw. Selten habe ich einen so positiven und interessanten Menschen getroffen. Ihre Kunst ist meist digital ausgelegt. Aber Gretta wäre nicht Gretta, wenn sie nicht für Überraschungen sorgt. In diesem Jahr engagierte sich die gebürtige Australierin im Rahmen eines Kunstprojekts besonders für Kinder in einem Ureinwohnerdorf in der australischen Wüste. Lest selber, was sie dort mit den Kinder erlebte und welche künstlerische Auseinandersetzung sie mit dem PDF-Produkt Götter Ägyptens verwirklicht hat.
Viel Spaß beim Lesen, Marja
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Im Frühjahr diesen Jahres hatte ich das Glück, Fördergelder vom australischen Staat zu bekommen, um ein kleines Ureinwohnerdorf namens Lajamanu zu besuchen. Vor Ort durfte ich an einer Schule ein Kunstprogram leiten. Für Euch mal kurz ein paar Fakten zum Dorf: Lajamanu ist eine Aborigine Community des Warlpiri Stammes, mit ca. 1000 Einwohnern. Das Dorf befindet sich am Rand der Tanami Wüste, ungefähr 900 km südlich von Darwin, im Zentrum Australiens. Das nächste Dorf ist mehr als 600 km entfernt, was Lajamanu zu einem der isoliertesten Dörfer Australiens macht. Also, rote Erde, wenig Wasser, richtiges ‘Outback’ halt. Hauptsächlich war ich in Lajamanu um einen Medienkunst-Kurs in einer bestimmten Klasse zu unterrichten, aber als ich erfuhr, dass viele der Kinder noch nie Kunstunterricht in der Schule hatten, habe ich mich entschieden, mein Programm zu erweitern. Da ich einer großer Fan von Marjas Blog-Beiträgen bin, wusste ich sofort wo ich praktische, gute Ideen für meinen Unterricht bekommen könnte.

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Bei den Erstklässlern (meistens 6 Jahre alt) habe ich das Götter Ägyptens PDF eingesetzt. Jedes Kind bekam eine A4 Fotokopie - welche ich im Vorhinein auf Pappe geklebt hatte - und durfte diese mit Farbe, Filzstifte, und… ja auch GLITZER gestalten. Die Lehrerin erzählte mir, sie hatte sich nie getraut die große Tüte voller Glitzer mit den Kindern zu verwenden, aber mit zwei Erwachsenen lief es hervorragend.

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Die Kinder fanden es wundervoll, und hatten viele verschiedene, kreative Ideen. Manche haben versucht langsam und sorgfältig, alle filigranen Formen zu bemalen, während andere die traditionelle Punkte-Methode der indigene Kunst verwendet haben. Am Ende aber wollte jeder unbedingt viel Glitzer oben darauf haben! Kinder sind einfach doch überall auf der Welt gleich :).

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In der Community wird viel Wert auf Kunst gelegt, und es gibt einige international anerkannte Künstler und Künstlerinnen in Lajamanu, wie zum Beispiel Lily Nungarrayi Hargraves oder Rosie Napurrula Tasman, die im Warnayaka Kunstzentrum arbeiten. Jedoch wurden die Kinder noch nie mit europäischer Kunst konfrontiert.
Am Anfang des Unterrichts, zeigte ich den Kindern das Matisse Gemälde, und fragte sie was sie sehen. Die meisten haben gar keine Figuren im Bild erkannt, und erzählten mir stattdessen von Goannas - einer australischen Eidechse - Fischen und anderen Tieren aus deren Umgebung. Für mich waren besonders die Kinderäußerungen eine so tolle Erfahrung. Kinder denken einfach in sehen die Welt mit ihren Augen.

Danach ging es an die praktische Umsetzung:

Jedes Kind bekam einen Teil des PDFs, welches es erst mal auf eine Pappe klebte. Mit einem Beamer habe ich das Gemälde auf die Tafel projiziert. So konnten die Kinder jederzeit schauen, welche Farben sie benutzen möchten.
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So wie bei den Erstklässler, war es super zu sehen, wie manche Kinder die Gemälde in ihre eigene Kultur adaptierten. Die Ergebnisse waren originell, bunt, und das Beste: Die Kinder waren extrem stolz; was will man mehr.

Als ich Lajamanu verließ, habe ich sehr viel positives Feedback von der Lehrern bekommen. Sie waren überrascht, wie gut die Kunststunden liefen, und wie konzentriert die Kinder gearbeitet haben. Es ist schon erstaunlich, wie Kunst und Basteln Spaß am Lernen schafft, oder? Hoffentlich sind die Lehrer jetzt inspiriert, regelmäßigen Kunstunterricht durchzuführen.
Gretta
PS: Wenn ihr mehr über meine Zeit in Lajamanu erfahren wollt, schaut hier nach.

22. November 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Pricken hat eine wundervolle Wirkung: Die Winterlichter

Es wird dunkel. Mittlerweile stehe ich nicht nur im Dunklen auf, sondern immer häufiger ist es auch schon dunkel, wenn ich die Maria-Montessori-Grundschule verlasse. Grund genug, es sich in der Klasse wieder richtig gemütlich zu machen. Im letzten Jahr haben wir uns ja mit den Sternenleuchten die dunkle Zeit versüßt. In diesem Jahr übernehmen diese Wirkung die Winterlichter: Geprickt, gefaltet, geklebt, in die Fensterbänke gestellt - erfreuen wir uns nun an den wunderschönen, ausgedruckten Winterbildern und dem wohltuenden Licht.

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In der Packung befinden sich 8 Bastelbögen. Labbé hat diese bereits schon blau bedruckt, so dass man sie eigentlich nur noch pricken muss. Die M10-Kinder haben sämtliche gedruckte Linien mit etwas Abstand geprickt, so dass das Licht gut durchscheinen kann. Dieses Mal wurden die Tiere nicht angemalt, da ich es ehrlich gesagt lieber schlicht haben wollte.

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Die vorgeprägten Linien machen einem das Falten recht einfach, so dass die Lichter schnell gefaltet und an der einen vorgesehenen Klebelinie geklebt waren. Ein kleines Glas mit einem Teelicht reingestellt und schon ist das Winterlicht fertig.

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Besonders schön finde ich die Tatsache, dass die Lichter in eine Reihe gestellt, eine wirkliche Schneelandschaft ergeben. Gemeinschaft kommt indirekt also auch wieder vor.
Mein Herz lacht.

Marja

9. November 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Das Märchenradio: Sämtliche Märchen vertont und einfach zum Anhören

Seid Ihr auch Fans von Hörspielen und Hörbüchern? Hattet Ihr auch unzählig Kassetten daheim, die rauf und runter liefen? Wie sieht es bei Euren Kinder aus? Jetzt sind es sicher nicht mehr Kassetten, sondern CDs, aber die Tatsache bleibt.

Ich persönlich liebe es sehr, Menschen mit tollen Stimmen beim Vorlesen von Geschichten zuzuhören und mich darin komplett zu verlieren. Daher war ich letzte Woche so überrascht über die Hülle und Fülle des Angebots vom Labbé Märchenradio, dass ich es an dieser Stelle unbedingt an Euch weitertragen möchte.

Labbé Märchenradio

Egal ob Märchen aus 1001 Nacht, Brechstein, Grimm, Hauff, Andersen oder Haltrich: Sämtliche phantasievollen Erzählungen wurden von Johannes Gabriel gesprochen und angenehm mit Klängen und Effekten unterlegt, so dass das Zuhören gleichermaßen fesselt und entspannt.

Ich habe das Märchenradio im Rahmen unserer Projekttage in der letzten Woche in der M10 einfließen lassen. Da wir am Donnerstag bei der Generalprobe von Ali Baba und die 40 Räuber der Komischen Oper dabei sein durften, haben wir uns am Mittwoch die Erzählung im Märchenradio angehört. Die Kinder waren begeistert und zudem sehr gut auf die Handlung der Oper vorbereitet!

Viel Spaß beim Berieseln-lassen,
Marja

30. Oktober 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Wer hat Angst vor Dracula? - Eine schnelle Idee zur gelungenen Halloween-Deko

Morgen ist es soweit: Wir werden die bösen Geister für die anstehende dunkle Jahreszeit vergraulen. Schon letztes Jahr zu Halloween sahen die M10-Kids wahnsinnig gruselig, eklig und schaurig aus. Die Adams Family im Original war bei uns, Menschen mit abgehackten Händen und Zombies mit zweiter Haut. Was passiert wohl morgen?

Halloween Papierketten

Falls Ihr auf die schnelle noch Lust habt, eine schaurige Deko zu zaubern, ladet Euch doch schnell die Halloween Papierketten herunter.

Ich habe erstmal alle Seiten auf weißes Papier ausgedruckt und im Nachhinein einzelne Seiten auf farbige Blätter kopiert.

Halloween Papierketten - Spinne

Dann hieß es hin und her falten ala Leporello. Ist das geschafft, wird entlang der schwarzen durchgezogenen Linie geschnitten. Aufklappen und fertig!

Halloween Papierketten - Katze

Ich wünsche Euch allen schaurigen Spaß,
Marja

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Labbé empfiehlt:Papprollen Tiere PDFZum Herunterladen: 22 Ideen zum Basteln von Tieren aus einfachen Papprollen, aus unserer Reihe “Recycling-Ideen”. Tolle Anregungen zu einem aktuellen Thema!


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