Vor fast 200 Jahren haben die Brüder Grimm aus erzählten Geschichten Märchen niedergeschrieben, die noch heute Kindern und Erwachsenen Freude machen.

Die Brüder Grimm bei der Arbeit
Die Brüder Grimm bei der Arbeit

Die beiden Brüder, Jacob (geb. 1785) und Wilhelm (geb. 1786) waren ihr ganzes Leben hindurch unzertrennlich. Sie hatten eine fürsorgliche und fantasievolle Kindheit in einem großen, schönen und gemütlichen Haus in Hanau in Süddeutschland und waren die ältesten in einer Geschwisterschar von neun Kindern. Nach dem Tod des Vaters im Jahre 1796 zogen die beiden zu ihrer Tante nach Kassel, beendeten dort die Schule und studierten Jura. An einer Anstellung als Rechtsanwalt waren sie nicht interessiert. Sie suchten statt dessen einen Job mit genügend Freizeit, um im alten deutschen Schatz – der deutschen Dichtung – herumkramen zu können.

Damals, vor fast 200 Jahren, gab es noch keine Bücher. Die Menschen haben sich Geschichten erzählt und sie auf diesem Wege von Generation zu Generation weitergegeben. Schon als kleine Kinder bekamen die grimmschen Kinder „Märchenkost“. Ältere Verwandte und Freunde der Familie erzählten ihnen bei Besuchen Märchen und Legenden. Auf diese Weise lernten die Brüder Grimm die Volksmärchen kennen.

Die Brüder Grimm
Die Brüder Grimm

Jacob und Wilhelm waren begeistert von diesen Geschichten und reisten durch die Dörfer und oftmals sehr weit, um sie aufzuschreiben. Wo sie auch waren, suchten sie Menschen auf, die erzählen konnten. Auf diese Weise sammelten sie viele Märchen. Es war ihnen sehr wichtig, dass ursprünglich und wortwörtlich erzählt wurde, damit sie das Erzählte exakt niederschreiben konnten. Und sie waren von einem starken Willen getrieben, die Märchen als deutsches Kulturgut zu dokumentieren.

Die Brüder Grimm schrieben über 200 Märchen nieder und retteten einen Märchenschatz für eine ewige Zeit. Jacob und Wilhelm waren zwei ungewöhnliche Menschen. Sie liebten die Literatur und ließen die Karriere links liegen. Weltberühmt wurden sie trotzdem!

 

Wintermärchen der Brüder Grimm bei Zzzebra:

Frau Holle
Eine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Sie hatte aber die hässliche und faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber, und die andere musste alle Arbeit tun und das Aschenputtel im Hause sein… Weiterlesen »

Schneeweißchen und Rosenrot
Eine arme Witwe, die lebte einsam in einem Hüttchen, und vor dem Hüttchen war ein Garten, darin standen zwei Rosenbäumchen, davon trug das eine weiße, das andere rote Rosen; und sie hatte zwei Kinder, die glichen den Rosenbäumchen, und das eine hieß Schneeweißchen, das andere Rosenrot… Weiterlesen »


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