LABBÉ Verlag
LaBlog - Die Ideenfabrik von Labbé

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Alter / Grundschule

28. November 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Labbé ‘Down Under’

Heute darf ich euch einen ganz besonderen Menschen vorstellen: Gretta Louw. Selten habe ich einen so positiven und interessanten Menschen getroffen. Ihre Kunst ist meist digital ausgelegt. Aber Gretta wäre nicht Gretta, wenn sie nicht für Überraschungen sorgt. In diesem Jahr engagierte sich die gebürtige Australierin im Rahmen eines Kunstprojekts besonders für Kinder in einem Ureinwohnerdorf in der australischen Wüste. Lest selber, was sie dort mit den Kinder erlebte und welche künstlerische Auseinandersetzung sie mit dem PDF-Produkt Götter Ägyptens verwirklicht hat.
Viel Spaß beim Lesen, Marja
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Im Frühjahr diesen Jahres hatte ich das Glück, Fördergelder vom australischen Staat zu bekommen, um ein kleines Ureinwohnerdorf namens Lajamanu zu besuchen. Vor Ort durfte ich an einer Schule ein Kunstprogram leiten. Für Euch mal kurz ein paar Fakten zum Dorf: Lajamanu ist eine Aborigine Community des Warlpiri Stammes, mit ca. 1000 Einwohnern. Das Dorf befindet sich am Rand der Tanami Wüste, ungefähr 900 km südlich von Darwin, im Zentrum Australiens. Das nächste Dorf ist mehr als 600 km entfernt, was Lajamanu zu einem der isoliertesten Dörfer Australiens macht. Also, rote Erde, wenig Wasser, richtiges ‘Outback’ halt. Hauptsächlich war ich in Lajamanu um einen Medienkunst-Kurs in einer bestimmten Klasse zu unterrichten, aber als ich erfuhr, dass viele der Kinder noch nie Kunstunterricht in der Schule hatten, habe ich mich entschieden, mein Programm zu erweitern. Da ich einer großer Fan von Marjas Blog-Beiträgen bin, wusste ich sofort wo ich praktische, gute Ideen für meinen Unterricht bekommen könnte.

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Bei den Erstklässlern (meistens 6 Jahre alt) habe ich das Götter Ägyptens PDF eingesetzt. Jedes Kind bekam eine A4 Fotokopie - welche ich im Vorhinein auf Pappe geklebt hatte - und durfte diese mit Farbe, Filzstifte, und… ja auch GLITZER gestalten. Die Lehrerin erzählte mir, sie hatte sich nie getraut die große Tüte voller Glitzer mit den Kindern zu verwenden, aber mit zwei Erwachsenen lief es hervorragend.

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Die Kinder fanden es wundervoll, und hatten viele verschiedene, kreative Ideen. Manche haben versucht langsam und sorgfältig, alle filigranen Formen zu bemalen, während andere die traditionelle Punkte-Methode der indigene Kunst verwendet haben. Am Ende aber wollte jeder unbedingt viel Glitzer oben darauf haben! Kinder sind einfach doch überall auf der Welt gleich :).

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Ich hatte Marjas Beitrag über ihr Matisse Projekt mit ihrer Klasse gelesen und wollte das Projekt mit den Viert- und Fünftklässlern in Lajamanu ausprobieren. In der Community wird viel Wert auf Kunst gelegt, und es gibt einige international anerkannte Künstler und Künstlerinnen in Lajamanu, wie zum Beispiel Lily Nungarrayi Hargraves oder Rosie Napurrula Tasman, die im Warnayaka Kunstzentrum arbeiten. Jedoch wurden die Kinder noch nie mit europäischer Kunst konfrontiert.
Am Anfang des Unterrichts, zeigte ich den Kindern das Matisse Gemälde, und fragte sie was sie sehen. Die meisten haben gar keine Figuren im Bild erkannt, und erzählten mir stattdessen von Goannas - einer australischen Eidechse - Fischen und anderen Tieren aus deren Umgebung. Für mich waren besonders die Kinderäußerungen eine so tolle Erfahrung. Kinder denken einfach in sehen die Welt mit ihren Augen.

Danach ging es an die praktische Umsetzung:

Jedes Kind bekam einen Teil des PDFs, welches es erst mal auf eine Pappe klebte. Mit einem Beamer habe ich das Gemälde auf die Tafel projiziert. So konnten die Kinder jederzeit schauen, welche Farben sie benutzen möchten.
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So wie bei den Erstklässler, war es super zu sehen, wie manche Kinder die Gemälde in ihre eigene Kultur adaptierten. Die Ergebnisse waren originell, bunt, und das Beste: Die Kinder waren extrem stolz; was will man mehr.

Als ich Lajamanu verließ, habe ich sehr viel positives Feedback von der Lehrern bekommen. Sie waren überrascht, wie gut die Kunststunden liefen, und wie konzentriert die Kinder gearbeitet haben. Es ist schon erstaunlich, wie Kunst und Basteln Spaß am Lernen schafft, oder? Hoffentlich sind die Lehrer jetzt inspiriert, regelmäßigen Kunstunterricht durchzuführen.
Gretta
PS: Wenn ihr mehr über meine Zeit in Lajamanu erfahren wollt, schaut hier nach.

22. November 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Pricken hat eine wundervolle Wirkung: Die Winterlichter

Es wird dunkel. Mittlerweile stehe ich nicht nur im Dunklen auf, sondern immer häufiger ist es auch schon dunkel, wenn ich die Maria-Montessori-Grundschule verlasse. Grund genug, es sich in der Klasse wieder richtig gemütlich zu machen. Im letzten Jahr haben wir uns ja mit den Sternenleuchten die dunkle Zeit versüßt. In diesem Jahr übernehmen diese Wirkung die Winterlichter: Geprickt, gefaltet, geklebt, in die Fensterbänke gestellt - erfreuen wir uns nun an den wunderschönen, ausgedruckten Winterbildern und dem wohltuenden Licht.

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In der Packung befinden sich 8 Bastelbögen. Labbé hat diese bereits schon blau bedruckt, so dass man sie eigentlich nur noch pricken muss. Die M10-Kinder haben sämtliche gedruckte Linien mit etwas Abstand geprickt, so dass das Licht gut durchscheinen kann. Dieses Mal wurden die Tiere nicht angemalt, da ich es ehrlich gesagt lieber schlicht haben wollte.

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Die vorgeprägten Linien machen einem das Falten recht einfach, so dass die Lichter schnell gefaltet und an der einen vorgesehenen Klebelinie geklebt waren. Ein kleines Glas mit einem Teelicht reingestellt und schon ist das Winterlicht fertig.

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Besonders schön finde ich die Tatsache, dass die Lichter in eine Reihe gestellt, eine wirkliche Schneelandschaft ergeben. Gemeinschaft kommt indirekt also auch wieder vor.
Mein Herz lacht.

Marja

14. November 2012 - Im Web entdeckt

Unsere Fenstersterne strahlen auch in Kenia

Sonia Kiefer ist vor ein paar Monaten im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres nach Kenia aufgebrochen. Die gelernte Erzieherin arbeitet für die nächsten Monate an einer Schule in einem Slum bei Nairobi und berichtet regelmäßig über ihre Arbeit in ihrem Blog.

Weihnachtssterne basteln in Kenia

Vor ihrer Abreise hat sie noch die Fenstersterne in ihre Tasche gesteckt. Diese Idee und die Bilder haben uns sehr erfreut, so dass wir gespannt auf weitere Bastelaktionen von Sonia und den Kenia-Kids sind. Danke Sonia!

Weihnachtssterne basteln in Kenia

Marja

9. November 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Das Märchenradio: Sämtliche Märchen vertont und einfach zum Anhören

Seid Ihr auch Fans von Hörspielen und Hörbüchern? Hattet Ihr auch unzählig Kassetten daheim, die rauf und runter liefen? Wie sieht es bei Euren Kinder aus? Jetzt sind es sicher nicht mehr Kassetten, sondern CDs, aber die Tatsache bleibt.

Ich persönlich liebe es sehr, Menschen mit tollen Stimmen beim Vorlesen von Geschichten zuzuhören und mich darin komplett zu verlieren. Daher war ich letzte Woche so überrascht über die Hülle und Fülle des Angebots vom Labbé Märchenradio, dass ich es an dieser Stelle unbedingt an Euch weitertragen möchte.

Labbé Märchenradio

Egal ob Märchen aus 1001 Nacht, Brechstein, Grimm, Hauff, Andersen oder Haltrich: Sämtliche phantasievollen Erzählungen wurden von Johannes Gabriel gesprochen und angenehm mit Klängen und Effekten unterlegt, so dass das Zuhören gleichermaßen fesselt und entspannt.

Ich habe das Märchenradio im Rahmen unserer Projekttage in der letzten Woche in der M10 einfließen lassen. Da wir am Donnerstag bei der Generalprobe von Ali Baba und die 40 Räuber der Komischen Oper dabei sein durften, haben wir uns am Mittwoch die Erzählung im Märchenradio angehört. Die Kinder waren begeistert und zudem sehr gut auf die Handlung der Oper vorbereitet!

Viel Spaß beim Berieseln-lassen,
Marja

30. Oktober 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Wer hat Angst vor Dracula? - Eine schnelle Idee zur gelungenen Halloween-Deko

Morgen ist es soweit: Wir werden die bösen Geister für die anstehende dunkle Jahreszeit vergraulen. Schon letztes Jahr zu Halloween sahen die M10-Kids wahnsinnig gruselig, eklig und schaurig aus. Die Adams Family im Original war bei uns, Menschen mit abgehackten Händen und Zombies mit zweiter Haut. Was passiert wohl morgen?

Halloween Papierketten

Falls Ihr auf die schnelle noch Lust habt, eine schaurige Deko zu zaubern, ladet Euch doch schnell die Halloween Papierketten herunter.

Ich habe erstmal alle Seiten auf weißes Papier ausgedruckt und im Nachhinein einzelne Seiten auf farbige Blätter kopiert.

Halloween Papierketten - Spinne

Dann hieß es hin und her falten ala Leporello. Ist das geschafft, wird entlang der schwarzen durchgezogenen Linie geschnitten. Aufklappen und fertig!

Halloween Papierketten - Katze

Ich wünsche Euch allen schaurigen Spaß,
Marja

25. Oktober 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Herbstliche Blättergrüße

Hallo da draußen,
ich grüße Euch heute noch mit einem kleinen Blättergruß. Die M10-Kids haben in den Herbstferien ihre Blätterbücher fleißig bestückt, so dass wir uns nun jedem Baum widmen können.

Blätterbuch - Blätterdruck

Da wir letztens im Unterricht die wichtige Eigenschaft der Blattadern und der Wasserversorgung besprochen haben, hat sich ein „Wasserfarben-Blattdruck“ perfekt angeboten.

Blätterbuch - Blätterdruck

So konnten die Adern deutlich erkannt werden und die ganz aufmerksamen Kinder haben direkt bemerkt, dass nur eine Seite der Blätter sich richtig gut zum Drucken eignet.

Ich wünsche euch ein schönes Oktoberende,
Marja

18. Oktober 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Eine eisige Laterne: Die Eisbärenlaterne

Ihr könnt Euch wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie glücklich ich gerade bin. Endlich habe ich SIE fertig: Unsere M10-Eisbären-Pergament-Laterne!

Eisbär-Pergament-Laterne

Es war keine einfache Geburt. Ich muss auch gestehen, dass ich Laternenumzüge und Lieder liebe, aber Laternen zu basteln, zählt nicht zu meinen Leidenschaften. Nach nun mehr drei Anläufen unterschiedlichster Entwürfe, darf ich Euch nun die schlichte aber feine Eisbärenlaterne vorstellen.

Eisbär-Pergament-Laterne

Zum Nachmachen braucht man nicht viel. Die Pergamentlaterne habe ich mit auseinandergezogenen Wattepads aus jedem handelsüblichen Supermarkt in eine Schneelandschaft verwandelt. Einen großen Eisbären habe ich „Freihand“ aufs Papier gebracht, ausgeschnitten und auf das Pergamentpapier geklebt. (Für die Kids zeichne ich Schablonen vor.)

Damit das weiße Papier des Eisbären ein wenig mehr Struktur erhält, habe ich mit Wachsmalern in weiß und hellgrau das Blanko etwas bearbeitet. Das Gesicht mit seinem einen Auge und der Schnauze entstand mit Hilfe des schwarzen Wachsmalers. Zu guter Letzt wird das Pergamentpapier um den Boden und Deckel rund geklebt und fertig ist die Laterne! Ich denke den letzten Schritt werde ich mit engagierten Eltern machen.

Eisbär-Pergament-Laterne

Die Kinder dürfen fleißig ihren Pergamentbogen gestalten, bevor es dann bei uns am 11. November heißt: Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne!

Vorfreudige Grüße,
Marja

28. September 2012 - Praxis: Klassenzimmer

Lust auf besondere Kunstschriften: Dann heißt es LETTERING

Wie ich Euch schon im Beitrag von den Doodle Tangles erzählt habe, ermöglicht es mein Stundenplan in diesem Jahr Kunstunterricht auch mit einer 5. Klasse durchzuführen. Jede Jahrgangsstufe hat einfach ihre Vorteile. Aber für mich ist es eine tolle Abwechslung auch mal mit den „Großen“ verschiedene Projekte auf die Beine zu stellen.

Lettering

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